Akupunktur und traditionelle chinesische Medizin

Die Akupunktur ist eine ca. 5000 Jahre alte, aus der traditionellen chinesischen Medizin stammende Methode zur reflektorischen Beeinflussung der Organe durch Reizung von genau festgelegten Punkten in Haut und Muskel . Diese Reizung kann mittels Nadeln (aber auch mit Laserlicht, elektrischem Strom, Wärmestrahlung, Druckmassage u.s.w.) durchgeführt werden.
Die ersten Erfahrungen mit der chinesischen Medizin sammelte ich Anfang der achtziger Jahre bei Dr. A. Meng Chao Lai. Damals war Akupunktur in Deutschland noch nicht so bekannt wie heute. Daran hat sich vieles geändert. Wegen ausgezeichneter Erfolge empfiehlt mittlerweile sogar die Weltgesundheitsbehörde (WHO) Akupuktur zur Behandlung vieler Erkrankungen. Die Akupunktur zur Schmerztherapie wurde 1996 in die (Privat-) Gebührenordnung für Ärzte aufgenommen. Hiermit ist die Erstattung der Kosten für Privatpatienten und Beihilfeberechtigte kein Problem mehr.
Nach der Vorstellung der chin. Medizin gibt es eine „Lebensenergie“ ( das Qi – gesprochen: „Chi“- ) welche in Energiebahnen, sog. Meridianen zirkuliert. Durch Einwirkung von Krankheitserregern oder äusseren / inneren Störungen wird der Fluß des Qi behindert. Es kommt zu Schmerzen oder Erkrankungen weil der Energiefluß behindert ist. Die Akupunktur versucht diesen Energiefluß zu normalisieren. Das - nahezu schmerzlose - Einstechen der Nadeln in die vom Arzt gewählten Akupunkturpunkte löst im Körper einen Reiz aus, der einen Selbstheilungsprozeß in Gang setzt . Durch die Regulierung des Qi, des Blutkreislaufs und der Nerventätigkeit können die Beschwerden des Patienten oft gezielt und ohne zusätzliche Belastung anderer Organe (d.h. ohne Nebenwirkungen ) gelindert werden.